3.10.24
Es war einmal: Jorinde und Joringel
Nun war einmal eine Jungfrau, die hieß Jorinde; sie war schöner als alle andere Mädchen. Die und dann ein gar schöner Jüngling namens Joringel hatten sich zusammen versprochen. Sie waren in den Brauttagen, und sie hatten ihr größtes Vergnügen eins am andern. Damit sie nun einsmalen vertraut zusammen reden könnten, gingen sie in den Wald spazieren. »Hüte dich«, sagte Joringel, »daß du nicht so nahe ans Schloß kommst.« Es war ein schöner Abend, die Sonne schien zwischen den Stämmen der Bäume hell ins dunkle Grün des Waldes, und die Turteltaube sang kläglich auf den alten Maibuchen.
Jorinde weinte zuweilen, setzte sich hin im Sonnenschein und klagte: Joringel klagte auch. Sie waren so bestürzt, als wenn sie hätten sterben sollen; sie sahen sich um, waren irre und wußten nicht, wohin sie nach Hause gehen sollten. Noch halb stand die Sonne über dem Berg, und halb war sie unter. Joringel sah durchs Gebüsch und sah die alte Mauer des Schlosses nah bei sich; er erschrak und wurde todbang. Jorinde sang:
»Mein Vöglein mit dem Ringlein rot
singt Leide, Leide, Leide:
es singt dem Täubelein seinen Tod,
singt Leide, Lei - zicküth, zicküth, zicküth. «
Joringel sah nach Jorinde. Jorinde war in eine Nachtigall verwandelt, die sang zicküth, zicküth. Eine Nachteule mit glühenden Augen flog dreimal um sie herum und schrie dreimal schu, hu, hu, hu. Joringel konnte sich nicht regen.- er stand da wie ein Stein, konnte nicht weinen, nicht reden, nicht Hand noch Fuß regen. Nun war die Sonne unter; die Eule flog in einen Strauch, und gleich darauf kam eine alte krumme Frau aus diesem hervor, gelb und mager: große rote Augen, krumme Nase, die mit der Spitze ans Kinn reichte. Sie murmelte, fing die Nachtigall und trug sie auf der Hand fort. Joringel konnte nichts sagen, nicht von der Stelle kommen; die Nachtigall war fort. Endlich kam das Weib wieder und sagte mit dumpfer Stimme: »Grüß dich, Zachiel, wenn's Möndel ins Körbel scheint, bind lose Zachiel, zu guter Stund.« Da wurde Joringel los. Er fiel vor dem Weib auf die Knie und bat, sie möchte ihm seine Jorinde wiedergeben, aber sie sagte, er sollte sie nie wiederhaben, und ging fort. Er rief, er weinte, er jammerte, aber alles umsonst. »Uu, was soll mir geschehen?« Joringel ging fort und kam endlich in ein fremdes Dorf; da hütete er die Schafe lange Zeit. Oft ging er rund um das Schloß herum, aber nicht zu nahe dabei. Endlich träumte er einmal des Nachts, er fände eine blutrote Blume, in deren Mitte eine schöne große Perle war. Die Blume brach er ab, ging damit zum Schlosse: alles, was er mit der Blume berührte, ward von der Zauberei frei; auch träumte er, er hätte seine Jorinde dadurch wiederbekommen. Des Morgens, als er erwachte, fing er an, durch Berg und Tal zu suchen, ob er eine solche Blume fände; er suchte bis an den neunten Tag, da fand er die blutrote Blume am Morgen früh. In der Mitte war ein großer Tautropfe, so groß wie die schönste Perle. Diese Blume trug er Tag und Nacht bis zum Schloß. Wie er auf hundert Schritt nahe bis zum Schloß kam, da ward er nicht fest, sondern ging fort bis ans Tor. Joringel freute sich hoch, berührte die Pforte mit der Blume, und sie sprang auf. Er ging hinein, durch den Hof, horchte, wo er die vielen Vögel vernähme; endlich hörte er's. Er ging und fand den Saal, darauf war die Zauberin und fütterte die Vögel in den siebentausend Körben. Wie sie den Joringel sah, ward sie bös, sehr bös, schalt, spie Gift und Galle gegen ihn aus, aber sie konnte auf zwei Schritte nicht an ihn kommen. Er kehrte sich nicht an sie und ging, besah die Körbe mit den Vögeln; da waren aber viele hundert Nachtigallen, wie sollte er nun seine Jorinde wiederfinden? indem er so zusah, [merkte er,] daß die Alte heimlich ein Körbchen mit einem Vogel wegnahm und damit nach der Türe ging. Flugs sprang er hinzu, berührte das Körbchen mit der Blume und auch das alte Weib - nun konnte sie nichts mehr zaubern, und Jorinde stand da, hatte ihn um den Hals gefaßt, so schön, wie sie ehemals war. Da machte er auch alle die andern Vögel wieder zu Jungfrauen, und da ging er mit seiner Jorinde nach Hause, und sie lebten lange vergnügt zusammen.
18.9.24
Tagebucheintrag
Gelbe Säcke herausgestellt.
Auf der Fahrt zum Niederwaldsee riesige rote Sonne kurz über dem Horizont.
Am Niederwaldsee kurz nach dem Sonnenuntergang helle erste Dämmerung, dunkles Wasser, keine Tiere, Kondensstreifen von zwischenzeitlich fünf Flugzeugen am Himmel. Unerwartet auf der Ostseite eine Bank frei. Anscheinend sogar auch sonst keine Bank besetzt. Autobahnrauschen.
Auf dem Rückweg: ein E-Rollerfahrer wartet auf dem Seitenstreifen, ein Trecker, mit seinem Gerät die voller Wegbreite einnehmend, fährt freundlich weit auf den Seitenstreifen, ein Jogger.
Da ich mein Hörgerät herausgenommen habe, Ruhe.
Zu Hause Zeit, das Hochbeet und die Töpfe reichlich zu wässern, gleichzeitig den Schlauch für die Begonie laufen lassen. Ruhe.
8.8.24
Wozu ein Literaturblog gut ist
Ich liebe den Storm-Kellerschen Briefwechsel und entdecke jetzt in meinem Blog in dem Briefwechsel zwischen Keller und Paul Heyse (nicht zuletzt wegen des Du) einen sehr viel lockereren Ton, wo auch allerlei Literaturspezifisches angeschnitten wird. Hier ein kurzes Zitat:
"Keller an Paul Heyse
Zürich 9 VII 1880.
Lieber Freund! Tausendfältigen Dank für Brief und Weiber von Schondorf. Ich will nun trachten, meine "schonende Freude" (ein ingeniöser Ausdruck!) mit deinem dramatischen Hypochondrismus möglichst zärtlich zu vermählen, ohne der Aufrichtigkeit Eintrag zu thun. Da muß ich denn zuvorderst bekennen, daß Du mit der gewählten Auffassung und Behandlung Recht hast. Der erste flüchtige Eindruck war bei mir, es dürfte ein bischen bunter und breitspuriger sein; allein am gleichen Tag noch, eh' der Brief nachkam, fand ich, dadurch käme man sogleich in's sogenannte Shakespearisiren hinein, im bekannten Stil der bekannten Uebersetzung, und dann würden alle feineren Leute sagen: connu! So aber hast Du ganz das Richtige getroffen, indem Du das Motiv aus sich selbst heraus sich hast entwickeln lassen und nichts dazu gethan, als die höhere ethische Frage. Eine gute Ausstattung und Inscenirung, welche ja auf jeder Seite mitdichtend vorgesehen ist, muß das deutlich herausstellen. Beim Lesen hat mir, beiläufig gesagt, in ein par Interjectionen und proverbialen Wendungen die Manier etwas zu tief gegriffen erscheinen wollen. Da ich aber auf der Bühne | nicht zu Hause bin, so mag diese Bemerkung nichtig sein. [...]"
Wenn man Keller so über Heyse schreiben sieht, könnte einen fast schon die Lust ankommen, auch mal Heyse zu lesen, wenn man nicht doch den Verdacht hätte, dass er zu sehr stilisiert schreibt. Heysenovellen bei Gutenberg.org:
- Am Tiberufer
- Andrea Delfin
- Anfang und Ende
- Barbarossa
- Beatrice
- Das Bild der Mutter
- Das Glück von Rothenburg
- Das Mädchen von Treppi
- Der Kinder Sünde der Väter Fluch
- Der Kreisrichter
- Der letzte Zentaur
- Der Weinhüter
- Die Blinden
- Die Einsamen
- Die kleine Mama
- Die Pfadfinderin
- Die Witwe von Pisa
- Ein Ring
- Erkenne dich selbst
- Im Grafenschloß
- Kleopatra
- L'Arrabbiata
- Maria Francisca
- Marienkind
- Marion
- Spielmannslegende
- Unheilbar
- Unvergeßbare Worte
31.5.24
Facebook u.a.
Heute ein Tagebucheintrag (auf Papier) zu wieder aufgenommener Gewohnheit, abends Musik zu hören. In der FR von Sophie Passmann eine Kolumne, dass von 2010 bis 2015 gefühlt jeder bei Facebook war. Dann Niedergang. Jetzt Erholung bis auf etwa Stand von 2016.
Ich besinne mich an meinen Artikel, in dem ich darüber schrieb, weshalb ich nicht bei Facebook bin, den ich gelegentlich mal verlinkt habe, finde ihn jetzt aber nicht mehr. [Es war der vom 19. Oktober 2011]. Ob er bei Schnipsel war? (Dort 21 Artikel zu F., der letzte 2023, der erste 2012)
2017 zitiere ich dort einen Eintrag von mir vom 19. Oktober 2011, wo es heißt "Facebook lehne ich ab". Der war auf Fontanefan, meinem Lehrerblog. Dort der erste von 9 Artikeln 2009 über meine "Freundschaft" mit dem Facebook-Account eines 7-jährigen polnischen Holocaustopfers. Schon da ist klar, dass ich Facebook nicht wirklich nutze, obwohl ich mich wegen meiner afrikanischen Bekannten dort angemeldet hatte (der Kontakt läuft weiterhin über E-Mail). 2011 dort eine scharfe Kritik an Google+ mit dem Satz: "Die Willkür unterscheidet sich kaum noch von Facebook." (2011 lief eine Blogparade über Social Media, an der ich teilgenommen habe.)
Unsere Familie tauscht sich bei Signal aus. WhatsApp lehnen wir wegen Facebook Zuckerberg ab (bei Fontanefan 2018 ein ausführlicher Artikel über seine Befragung), bei WhatsApp ist meine Frau zusätzlich zu Signal wegen einiger Bekannter, die nicht auf Signal sind.
29.5.24
Gegenwärtige Lektüre
Während vorher Flora Thompson als Hauptthema und der Heliand nebeneinander liefen, sind es jetzt Christa Wolf "Ein Tag im Jahr" und als Bettlektüre Fürst Pückler-Muskau und die Einrichtung von Parks ("seine Weiterentwicklung des „englischen Gartenstils“ in den Parks von Muskau und Branitz " (Wikipedia). Daneben fast täglich ein wenig duolingo. Seit einiger Zeit Esperanto. Hat Italienisch abgelöst.
24.5.24
Was ich nicht über Briefmarken wusste
Der Sammler Uwe Schütte berichtete am 23. Mai 2024 in der Freitag sehr viel, was mich emotional berührt, weil ich als Kind und zeitweise noch als Jugendlicher eifriger Sammler war.
Es folgten Jahrzehnte, wo ich kaum je wieder eins meiner Alben in die Hand nahm. Oft nur, weil ich nicht wusste, ob es ein Buch oder ein Album war und wenn, was ich darin gesammelt hatte.
Sachdienlich berichtet über Briefmarken die Wikipedia, natürlich auch vieles, was ich nie wusste, insbesondere natürlich wie über Links und bei den Commons.
Es gab Zeiten, wo umfangreiche Briefmarkensammlungen viel wert waren und wo man Marken vom Händler bezog, um die Sammlung zu vervollständigen, weil unvollständige Serien nichts Rechtes galten. Meine Schwester hat noch in Zeiten ihrer Arbeitslosigkeit sich von der Post alle neuen Serien schicken lassen und sie dann an uns verschickt, damit wir sie ihr wieder schickten. Denn wir sammelten nur gestempelte Marken, weil sie ursprünglich schon ihren Wert durch ihre Arbeit abgegolten haben sollten und erst durch die Sammlung an Wert gewinnen.
Dazu Uwe Schütte: "Das Geschäftsmodell Briefmarkenhandel hat sich erledigt, endgültig."
Irgendwie fand ich es immer gegen meine Ehre, für Briefmarken als Sammlerobjekt zu bezahlen. Händler und Briefmarkenkataloge waren daher so etwas wie "sachfremd". Heute berührt es mich nostalgisch, dass nach Jahrzehnten, wo mich Briefmarken allenfalls als noch Briefschmuck interessiert haben, das Sammlerwesen ganz vorbei sein soll.
25.3.24
Matthias Claudius, Jacobi und Goethe
Anhand des Exemplars von Claudius' sämtlichen Werken habe ich nachgelesen, dass er im 5. Band seines Asmus omnia sua secum portans 1786 bei einer Kontroverse zwischen Moses Mendelssohn und Friedrich Heinrich Jacobi über Lessings Auffassung von Spinoza recht vernünftig argumentierend Jacobi Recht gibt (S.350-360). Jacobi, der in der Literaturgeschichte als unverständiger Kritiker des Werther und Verfasser des trockenen Woldemar bekannt ist, in der Wikipedia aber als einer der wichtigsten Philosophen seiner Zeit vorgestellt wird.
Wikipedia: Diese Debatte setzte sich der Sache nach fort in Jacobis zweiter philosophischer Hauptschrift, dem 1787 erschienenen Dialog David Hume über den Glauben oder Idealismus und Realismus. Hierin unternahm Jacobi eine fundamentale Bestimmung von Wirklichkeit, in der er sich, ebenso wie schon in seiner Auseinandersetzung mit Spinoza, in wesentlichen Punkten an der Erfahrung menschlichen Handelns orientierte. Darüber hinaus enthält der David Hume insbesondere in seiner Beilage Über den transzendentalen Idealismus die nicht weniger einflussreiche Kritik Jacobis an Kants Lehre vom „Ding an sich“ als jene doppelt problematische „Voraussetzung“, von der Jacobi in prominenter Formulierung bemerkte, „daß ich ohne jene Voraussetzung in das System nicht hineinkommen, und mit jener Voraussetzung darinn nicht bleiben konnte.“[15] Dies gilt nach Jacobi deshalb, weil ohne die Annahme von „Dingen an sich“ als Grund der sinnlichen Affektion Kants Konzept der Sinnlichkeit und damit die Zwei-Stämme-Lehre der Erkenntnis unverständlich bleibe, diese Annahme zugleich aber den systematischen Rahmen des transzendentalen Idealismus sprengen würde. Diese Diagnose Jacobis ist bis in die neueste Zeit „niemals mit textnahen Gründen zurückgewiesen worden.“16 [Peter Baumanns: Kants Philosophie der Erkenntnis. Durchgehender Kommentar zu den Hauptkapiteln der „Kritik der reinen Vernunft“, Würzburg 1997, 10.] Zugleich formulierte Jacobi mit seinem eigenen sowohl Kants transzendentalem Idealismus als auch einem später in Fichtes Wissenschaftslehre realisierten „spekulativen Egoismus“[17] entgegengesetzten „entschiedene[n]“[18] Realismus eine Position von unverminderter Relevanz. Jacobi ging es um die unmittelbar gegebene Gleichursprünglichkeit der Selbsterfahrung des erkennenden Subjekts sowie der zu erkennenden Gegenstände: „Ich erfahre, daß ich bin, und daß etwas ausser mir ist, in demselben untheilbaren Augenblick“[19], heißt es entsprechend im David Hume.[20]"
Dieser selbe Jacobi wurde offenbar von Goethe als Gesprächspartner ernst genommen und als sein "Freund" bezeichnet wird, obwohl er Goethes Ansichten nicht akzeptierte.
Wikipedia (Goethe#Religionsverständnis): "Zwar beschäftigte Goethe sich intensiv mit Christentum, Judentum und Islam und deren maßgeblichen Texten, doch wandte er sich gegen jede Offenbarungsreligion und gegen die Vorstellung eines persönlichen Schöpfer-Gottes. Der Einzelne müsse das Göttliche in sich selber finden und nicht einer äußeren Offenbarung aufs Wort folgen.[236] Der Offenbarung setzte er die Anschauung entgegen. Navid Kermani spricht von einer „Religiosität der unmittelbaren Anschauung und allmenschlichen Erfahrung“, die „ohne Spekulation und fast ohne Glauben“ auskomme.[237] „Natur hat weder Kern noch Schale / Alles ist sie mit einem Male“, heißt es in Goethes Gedicht Allerdings. Dem Physiker. von 1820, womit er betonte, dass die Natur in der Gestalt zugleich ihr Wesen zeige. Auf Friedrich Heinrich Jacobis Schrift gegen Spinoza hatte er 1785 dem Freund geantwortet, ein göttliches Wesen könne er nur in und aus den Einzeldingen erkennen, Spinoza „beweist nicht das Dasein Gottes, das Dasein ist Gott“.[238] In einem weiteren Schreiben verteidigte er Spinoza mit den Worten: „Ich halte mich fest und fester an die Gottesverehrung des Atheisten […] und überlasse euch alles was ihr Religion heisst“.[239]
In seinen Naturstudien fand Goethe für sich Grundfesten der Wahrheit. Immer wieder bekannte er sich als Pantheist in der philosophischen Tradition Spinozas und als Polytheist in der Tradition der klassischen Antike.[240] Diesbezüglich ist zu beachten, dass Wolfgang Bartuschat aufzeigt, dass die Philosophie Spinozas zwar als Monismus zu verstehen ist, dieser spinozistische Monismus ist aber nicht gleichzusetzen mit einer Sakralisierung der Natur, wie sie Goethe an den Tag legt.[241] Diese Vergöttlichung der Natur bei Goethe zeigt sich konkret darin, dass er in der Erforschung der Natur auch die Ergründung des Göttlichen sieht. Aus diesem Grund ist herauszustellen, dass Goethe eine bestimmte Interpretation Spinozas aufweist. Im Briefwechsel mit Friedrich Heinrich Jacobi tauscht sich Goethe im Jahr 1774 über die Philosophie Spinozas aus.[242] Für Jacobi ist Goethes Naturanschauung ein Determinismus, der den freien Willen des Menschen verstanden als autonome Selbsttätigkeit negieren würde.[243] Nach Jacobi zeigt sich diese autonome Selbsttätigkeit des Menschen in der erfahrbaren Lebenswirklichkeit im Handeln.[244] Ein alleinheitlicher Existenzhorizont führt Jacobi zufolge zu einem deterministischen Menschen- und Weltbild und ist daher anthropologisch zu problematisieren. Für Goethe stellt sich diese anthropologische Problematisierung auf diese Weise nicht, da er je nach Diskussionszusammenhang unterschiedliche Ansichten vertritt.
„Wir sind naturforschend Pantheisten, dichtend Polytheisten, sittlich Monotheisten.“
