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15.4.26

Glühende Kohlen

 Agapitus wurden "glühende Kohlen aufs Haupt" gestreut.

Die davon abgeleitete Metapher: "glühende Kohlen aufs Haupt sammeln" war auch früher ein sehr starker Ausdruck dafür, dass jemand mit seiner Hilfsbereitschaft den anderen zu so großer Dankbarkeit verpflichtet, dass er das nicht in gleichem Maße erwidern könne. Dafür gibt es sonst die ebenfalls ein wenig hyperbolische Formel: Das kann ich gar  "nicht wieder gutmachen". So als ob ein Fehler entstanden wäre, der erst bei gleichwertiger Gegenleistung "ausgebügelt" wäre. 

Angesichts der Arbeitsamkeit meiner Frau wäre ein gleichwertiger Beitrag zum Haushalt u.a. im Sinne der Gleichberechtigung freilich durchaus sinnvoll. Daher fielen mir, als meine Frau mich lobte, weil ich mal etwas für den Haushalt tat, die metaphorischen "glühenden Kohlen" ein.

Wie oft sie noch in diesem Sinne gebraucht werden?

Dazu eine KI:

"Der Ausdruck „glühende Kohlen aufs Haupt sammeln“ oder auch „feurige Kohlen auf jemandes Haupt sammeln“ stammt aus der Bibel (Sprüche 25,21-22) und bedeutet, jemandem durch Freundlichkeit oder Wohltaten zu begegnen, obwohl er einem Böses getan hat. Dadurch wird der andere durch diese Großmut sozusagen beschämt oder mit einem schlechten Gewissen belastet www.redensarten-index.de de.wiktionary.org.

Diese Redewendung wird vor allem im christlichen Kontext verwendet, um das Prinzip zu beschreiben, dass man Böses mit Gutem vergelten soll. Im Glaubensleben wird sie als Aufforderung verstanden, Feinden mit Güte zu begegnen, was symbolisch so wirkt, als ob man ihnen „glühende Kohlen aufs Haupt sammelt“ – also eine Art moralische oder geistige Reinigung und Beschämung bewirkt www.bibelpraxis.de www.wisdomlib.org www.aref.de.

Die Verwendung findet sich in Predigten, christlicher Literatur und auch in theologischen Erklärungen, wo das Motiv der Vergebung und der Güte gegenüber dem Feind hervorgehoben wird. Dabei wird die Redewendung oft genutzt, um zu verdeutlichen, dass Freundlichkeit gegenüber einem Gegner dessen schlechtes Gewissen oder seine Schuldgefühle verstärken kann www.logo-buch.de www.redensarten-index.de.

Kurz gesagt: Der Ausdruck wird überwiegend in religiösen und moralischen Zusammenhängen gebraucht, um zu zeigen, wie man durch wohlwollendes Verhalten gegenüber einem, der einem Unrecht getan hat, diesen Menschen innerlich bewegen oder beschämen kann de.wiktionary.org www.aref.de."

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